März 26, 2026

Das Zentrum für Humangenetik optimiert Tumorbefunde für bessere Therapieentscheidungen

Das Zentrum für Humangenetik hat die Struktur seiner somatischen Tumorbefunde verbessert und dabei den Fokus gezielt auf Therapieempfehlungen gelegt. Die optimierten Befunde stellen die klinische Anwendbarkeit stärker in den Vordergrund und präsentieren Therapieoptionen in einer klaren Struktur. So können Onkologinnen und Onkologen relevante Informationen schneller erfassen und in Therapieentscheidungen überführen. Das Zentrum für Humangenetik setzt die neue Struktur der Befunde in allen genetischen Tumordiagnostik-Services ein: CancerPrecision®, CancerNeo®, CancerDetect®, CancerEssential® und CancerFusionRx®.

Fokus auf klinisch relevante Varianten

Die überarbeitete zentrale Ergebnistabelle konzentriert sich auf Therapieoptionen, die für die jeweilige Tumorentität verfügbar und relevant sind. Die Tabelle listet zusätzlich alle biologisch relevanten Treibermutationen sowie bekannte Resistenzmutationen auf, unabhängig davon, ob sie direkt mit konkreten Therapieoptionen verknüpft sind. Dieser selektivere Ansatz hebt klinisch relevante Biomarker hervor und ermöglicht gleichzeitig Einblicke in die Tumorbiologie. Er unterstützt Onkologinnen und Onkologen dabei, die vielversprechendsten und praktisch umsetzbaren Therapiestrategien zu identifizieren. Gleichzeitig bleibt der Befund umfassend und kann weiterhin als Grundlage für Off-Label-Therapien dienen. Ein strukturierter Anhang listet alle potenziell relevanten Biomarker und die zugehörigen Medikamente einschließlich der entsprechenden Zulassungskriterien auf.

Klare Kategorisierung der Therapieoptionen

Der Anhang ist nun in drei Tabellen gegliedert, die die unterschiedlichen Grade der klinischen Anwendbarkeit widerspiegeln:

  • Tabelle 1 listet zugelassene Medikamente für die Tumorentität der Patientin oder des Patienten auf, bei denen die definierten Zulassungsbeschränkungen basierend auf den festgestellten Veränderungen erfüllt sind.
  • Tabelle 2 enthält zugelassene Medikamente für die Tumorentität, bei denen die Zulassungsbeschränkungen basierend auf den festgestellten Veränderungen nicht vollständig erfüllt sind.
  • Tabelle 3 listet Medikamente auf, die auf den festgestellten Veränderungen basieren und derzeit für andere Tumorentitäten zugelassen sind.

Mithilfe dieser Struktur können Ärztinnen und Ärzte schnell zwischen direkt anwendbaren Therapien und Optionen unterscheiden, die möglicherweise eine weiterführende klinische Bewertung im Off-Label-Kontext erfordern. Zur Unterstützung dieser Einordnung prüft das Zentrum für Humangenetik bereits im Vorfeld ausgewählte Zulassungsbeschränkungen, soweit möglich.

Vorab geprüfte Zulassungskriterien

Um Therapieentscheidungen im klinischen Alltag zu unterstützen, prüft das Zentrum für Humangenetik im Rahmen der Befunderstellung ausgewählte Zulassungskriterien vorab. Dazu gehören beispielsweise das Vorhandensein oder Fehlen bestimmter Biomarker aus der genomischen Analyse sowie altersbezogene Einschränkungen bei der Zulassung. Einige Arzneimittelzulassungen erfordern jedoch zusätzliche molekulare oder klinische Informationen, die im Rahmen der Routinebefunderstellung nicht bewertet werden können. Diese müssen weiterhin durch die behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder im Molekularen Tumorboard beurteilt werden.

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