Ärzte

sbDr. med. Dr. rer. nat. Sas­kia Biskup ist Fach­ärz­tin für Human­ge­ne­tik. Sie stu­dier­te nach ihrem Abitur in Frank­furt an der Uni­ver­si­tät Würz­burg Medi­zin und wur­de auch dort zum Dr. med. pro­mo­viert. Anschlie­ßend wur­de sie in das MD/PhD Pro­gramm der Uni­ver­si­tät Würz­burg auf­ge­nom­men und an der Bio­lo­gi­schen Fakul­tät (Lehr­stuhl für Gene­tik) zum Dr. rer. nat. pro­mo­viert. Zudem erwarb sie in Hei­del­berg an der Aka­de­mie für Wei­ter­bil­dung die Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on „Bio­in­for­ma­ti­ke­rin“. Ihre human­ge­ne­ti­sche Fach­arzt­aus­bil­dung hat Sas­kia Biskup 2002 in Mün­chen (Prof. Mei­t­in­ger) begon­nen, nach einem fast drei­jäh­ri­gen For­schungs­auf­ent­halt in Baltimore/USA (Johns Hop­kins Uni­ver­si­tät) in Tübin­gen wie­der auf­ge­nom­men und Ende 2009 erfolg­reich abge­schlos­sen.

Die For­schungs­pro­jek­te von Sas­kia Biskup befas­sen sich mit den Grund­la­gen der Par­kin­son-Gene­tik. Bei­spiels­wei­se hat sie als ers­te Ver­än­de­run­gen im LRR­K2-Gen ent­deckt, wel­ches welt­weit am häu­figs­ten mit dem Par­kin­son-Syn­drom in Ver­bin­dung gebracht wird (Neu­ron 2004); die­ser Arti­kel zählt laut Labor­jour­nal (Aus­ga­be Febru­ar 2010) zu den im Bereich Human­ge­ne­tik mit am häu­figs­ten zitier­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen aus dem Zeit­raum 2003 bis 2006. 2005 gewann sie den Juni­or Award der Inter­na­tio­na­len Con­fe­rence of Parkinson’s Disea­se in Ber­lin und 2006 den Peter Gru­ber Inter­na­tio­nal Award der Socie­ty for Neu­ro­sci­ence in Atlan­ta, USA, für ihre For­schungs­ar­bei­ten und ihre inter­na­tio­na­len Kol­la­bo­ra­tio­nen. Von April 2012 bis Ende 2014 war Sas­kia Biskup als ärzt­li­che Direk­to­rin für das Insti­tut für Kli­ni­sche Gene­tik am Olgahos­pi­tal (Kli­ni­kum Stutt­gart) ver­ant­wort­lich. 2014 wur­de sie von einer Jury der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on mit dem EU-Inno­va­ti­ons­preis für Frau­en aus­ge­zeich­net.

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Dr. med. Alexander GolfDr. med. Alex­an­der Golf ist Fach­arzt für Inne­re Medi­zin, Häma­to­lo­gie und inter­nis­ti­sche Onko­lo­gie (mit den Zusatz­be­zeich­nun­gen Pal­lia­tiv­me­di­zin und Not­fall­me­di­zin) (nicht im Rah­men der gesetz­li­chen Pati­en­ten­ver­sor­gung tätig).

Nach sei­nem Medi­zin­stu­di­um an der LMU in Mün­chen mit Zwi­schen­stopp an der New York Uni­ver­si­ty führ­te ihn sei­ne Fach­arzt­aus­bil­dung über die Medi­zi­ni­sche Poli­kli­nik der Uni­ver­si­tät Mün­chen als inter­nis­ti­scher Wei­ter­bil­dungs­as­sis­tent an das Katha­ri­nen­hos­pi­tal Stutt­gart wo er nach brei­ter inter­nis­ti­scher Aus­bil­dung ein­schließ­lich Gas­tro­en­te­ro­lo­gie in den Schwer­punkt Onko­lo­gie wech­sel­te. Als Fach­arzt ging er 2002 als wis­sen­schaft­li­cher Assis­tent in die Häma­to­lo­gie und Onko­lo­gie des Kli­ni­kums Groß­ha­dern, wo er neben dem sta­tio­nä­ren Schwer­punkt Aku­te Leuk­ämi­en die Spe­zi­al­am­bu­lanz für Pan­kre­as­tu­mo­re ein­schließ­lich kli­ni­scher Stu­di­en betreu­te und bei Prof. Hei­ne­mann über die Behand­lung des Pan­kre­as­kar­zi­noms pro­mo­vier­te.
2004 kam er als Ober­arzt zurück an das Kli­ni­kum Stutt­gart, wo er neben einer ambu­lan­ten onko­lo­gi­schen Ermäch­ti­gung im Bür­ger­hos­pi­tal des Kli­ni­kums Stutt­gart den Schwer­punkt Ger­ia­tri­sche Häma­to­lo­gie und Onko­lo­gie begrün­de­te und inner­halb der Onko­lo­gie den pal­lia­tiv­me­di­zi­ni­schen Kon­si­li­ar­dienst ins Leben rief.

Seit 2009 ist er an den Kreis­kli­ni­ken Ess­lin­gen in der Kli­nik Kirch­heim-Nür­tin­gen, wo er das durch die DKG zer­ti­fi­zier­te Onko­lo­gi­sche Zen­trum Nür­tin­gen auf­bau­te. Zudem ist er Stv. Vor­stand des Onko­lo­gi­schen Schwer­punkts (OSP) Ess­lin­gen.

alexander.golf@humangenetik-tuebingen.de


Dr. med. Gesa-Astrid HahnDr. med. Gesa-Astrid Hahn ist Fach­ärz­tin für Augen­heil­kun­de und befin­det sich in der Wei­ter­bil­dung zur Fach­ärz­tin für Human­ge­ne­tik in der Pra­xis für Human­ge­ne­tik Tübin­gen.

Nach mehr­jäh­ri­gen For­schungs­auf­ent­hal­ten in der Medi­cal Uni­ver­si­ty of South Caro­li­na arbei­tet sie in der Tübin­ger Uni­ver­si­täts-Augen­kli­nik. Im For­schungs­in­sti­tut des Depart­ments für Augen­heil­kun­de der Uni­ver­si­tät Tübin­gen hat sich Dr. med. Hahn schwer­punkt­mä­ßig mit her­edi­tä­ren Augen­er­kran­kun­gen beschäf­tigt. Im August 2012 erschien im Thie­me-Ver­lag das von ihr ver­fass­te „Kurz­lehr­buch Augen­heil­kun­de“.

gesa-astrid.hahn@humangenetik-tuebingen.de


Dr. med. Julia Wolf, Ärz­tin (nicht im Rah­men der gesetz­li­chen Pati­en­ten­ver­sor­gung tätig).

Nach Ihrem Medi­zin­stu­di­um an der Uni­ver­si­tät Tübin­gen war Julia Wolf für vie­le Jah­re als Wei­ter­bil­dungs­as­sis­ten­tin in der Neu­ro­lo­gi­schen Kli­nik des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Tübin­gen, Abtei­lung Neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­on (Schwer­punkt kli­ni­sche Neu­ro­ge­ne­tik, Prof. Dr. Schöls) und als wis­sen­schaft­li­che Mit­ar­bei­te­rin am Her­tie Insti­tut für kli­ni­sche Hirn­for­schung tätig.

In Ihrer kli­ni­schen Arbeit betreu­te sie die Spe­zi­al­sprech­stun­den für sel­te­ne her­edi­tä­re neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kun­gen, wie Ata­xi­en, spas­ti­sche Spi­nal­pa­ra­ly­se und Mito­chon­drio­pa­thi­en sowie die Sprech­stun­de des Zen­trums für sel­te­ne Erkran­kun­gen. Im Fokus ihrer wis­sen­schaft­li­chen Arbeit stan­den die rezes­siv ver­erb­ten Ata­xi­en, ins­be­son­de­re bedingt durch defek­te DNA-Repa­ra­tur-Mecha­nis­men. Im Rah­men die­ser For­schungs­tä­tig­keit arbei­te­te sie sowohl an natio­na­len wie auch inter­na­tio­na­len For­schungs­pro­jek­ten mit (z.B. DFG-Pro­jekt „Gene­ti­sche Erkran­kun­gen in der ara­bi­schen Bevöl­ke­rung in Isra­el und den Pales­ti­nen­si­schen Gebie­ten“, Euro-SCAR – Noso­lo­gy and mole­cu­lar dia­gno­sis of dege­ne­ra­ti­ve reces­si­ve ata­xia). Zudem ergänz­te sie ihre For­schungs­tä­tig­keit um einen ein­jäh­ri­gen Auf­ent­halt am Insti­tut für Human­ge­ne­tik der Uni­ver­si­tät Tübin­gen (Arbeits­grup­pe Geno­mik).