Harmony® Test

Nicht-invasiver pränataler Screeningtest (NIPT) auf numerische Chromosomenstörungen

Kontakt
Schwangere sitzt auf einem Bett und umfasst ihren Babybauch
Startseite » Pränataldiagnostik » Harmony® Test

Informationen zum Harmony® Test

Der Harmony® Test ist in der Lage, ab Schwangerschaftswoche 10+0 zuverlässig das Risiko der Chromosomenstörungen Trisomie 21, 18 und 13 sowie das Risiko geschlechtschromosomaler Störungen (Turner-, Triple-X-, Klinefelter-, XYY- und XXYY-Syndrom) zu bestimmen.

Beim Harmony® Test handelt es sich um einen nicht-invasiven pränatalen Screeningtest (NIPT) auf numerische Chromosomenstörungen. Das heißt, es ist kein invasiver Eingriff zur Gewinnung von Fruchtwasser oder Material des Mutterkuchens notwendig. Ein eingriffsbedingtes Fehlgeburtsrisiko besteht nicht. Er zeichnet sich durch eine besonders gute klinische Validierung und hohe Zuverlässigkeit aus.

Der Harmony® Test wird ab dem 01.07.2022 angeboten.

Während der Schwangerschaft werden DNA-Bruchstücke des ungeborenen Kindes aus dem Mutterkuchen (Plazenta) in das mütterliche Blut abgegeben. Der Harmony® Test ist ein hochentwickelter Screeningtest, der diese freien DNA-Bruchstücke aus dem Blut der Mutter untersucht, um das Risiko zu ermitteln, mit der das Kind an einer Trisomie 21, Trisomie 18, Trisomie 13, einer Störung der Geschlechtschromosomen (X/Y) erkrankt ist.

Aufgrund seines einzigartigen Testdesigns ist der Harmony® Test besonders genau und gleichzeitig sehr kostengünstig. Die Erkennungsrate für die Trisomie 21 beträgt 99,3 % (Trisomie 18: 97,4 %, Trisomie 13: 93,8 %). Die Falsch-Positiv-Rate liegt für die Trisomie 21 bei nur 0,04 % (Trisomie 18 und Trisomie 13: 0,02 %)1.

Unabhängig von der gewählten Testoption ist der Harmony® Test für den Einsatz bei Einlings- und Zwillingsschwangerschaften validiert. Auch nach einer Kinderwunschbehandlung, einer künstlichen Befruchtung mit eigenen Eizellen und nach einer Eizellspende ist eine Analyse durch den Harmony® Test mit jeder Testoption uneingeschränkt möglich.

Suchen Sie eine Praxis, die den Harmony® Test in Ihrer Nähe anbietet, können Sie uns gerne kontaktieren. Sind Sie an weiterem Informationsmaterial interessiert, können Sie dies direkt über unseren Download-Bereich herunterladen.

Der Harmony® Test ist ein nicht-invasiver pränataler Screeningtest (NIPT) der sich aufgrund seines besonderen Testdesigns durch eine außergewöhnlich hohe Erkennungsrate für die Trisomien 21, 18 und 13 bei gleichzeitig sehr geringer Falsch-Positiv-Rate auszeichnet. Der Harmony® Test ist ab SSW 10+0 durchführbar und ermöglicht die Erkennung der häufigsten numerischen Chromosomenstörungen (Trisomie 21, 18, 13) sowie X- und Y-chromosomalen Störungen (XO, XXY, XXX, XYY, XXYY). Die Konzentration auf definierte Gensequenzen führt zu einer Verkürzung der Analysezeit auf durchschnittlich 3 Arbeitstage sowie zu günstigen Testkosten. Dabei werden – unabhängig der gewählten Testoption – alle Blutproben mit der durch zahlreiche Studien belegten Microarray-Methodik des Harmony® Tests untersucht.

Auf der Seite Download-Bereich finden Sie weiteres Informationsmaterial für Ihre Patientinnen. Gerne übersenden wir Ihnen unseren Abnahmekit. Diesen können Sie über unser Kontaktformular direkt online bestellen oder über unser Bestellformular anfordern.

Praxis finden
Abnahmekit bestellen

Prozessablauf

Blaues Icon mit Arzt, der eine genetische Beratung durchführt

Ärztliche
genetische Beratung

Blaues Icon mit einer Probenversandbox und einer Blutprobe für die genetische Analyse

Beauftragung und
Probenversand

Blaues Icon mit einer Lupe, die eine DNA untersucht

Probenbearbeitung und
bioinformatische Analyse

Blaues Icon mit einem Befund, der die Ergebnisse der humangenetischen Diagnostik darstellt

Befundübermittlung
und Beratung

Ihre Vorteile auf einen Blick:

In zahlreichen klinischen Studien konnte die hohe Zuverlässigkeit des Harmony® Tests belegt werden. In einer Metaanalyse an über 23.000 Schwangerschaften, erreicht der Harmony® Test für die Trisomie 21 eine Erkennungsrate von 99,3 %. Die Spezifität für die Trisomie 21 beträgt 99,96 %.

>99 % Erkennungsrate für die Trisomie 21 in publizierten Studien.

Kaum ein anderes NIPT-Verfahren ist so intensiv in Studien untersucht worden wie der Harmony® Test. Durch die gezielte cfDNA-Analyse mittels Microarray-Technologie erreicht der Harmony® Test eine sehr hohe Sensitivität. In der Studie von Stokowski et al. an über 23.000 Schwangerschaften erlangt der Harmony® Test für Trisomie 21 eine Erkennungsrate von 99,3 % (Trisomie 18: 97,4 %, Trisomie 13: 93,8 %)1.

1. Stokowski R, Wang E, White K, Batey A, Jacobsson B, Brar H, Balanarasimha M, Hollemon D, Sparks A, Nicolaides K, Musci TJ.: Clinical performance of non-invasive prenatal testing (NIPT) using targeted cell-free DNA analysis in maternal plasma with microarrays or next generation sequencing (NGS) is consistent across multiple controlled clinical studies. Prenat Diagn. 2015 Sep 1

Nur 0,04 % für die Trisomie 21.

In einer der größten Studien zu nicht-invasiven Pränataltests (NIPT), konnten aufgrund der hohen Fallzahl (23.155 Schwangerschaften) exakte Daten über die Spezifität und Falsch-Positiv-Rate des Harmony® Tests ermittelt werden. Die Spezifität für Trisomie 21 beläuft sich auf 99,96 % (Trisomie 13 und 18: 99,98 %). Die Falsch-Positiv-Rate des Harmony® Tests beträgt für die Trisomie 21 entsprechend nur 0,04 % (Trisomie 13 und 18: 0,02 %)1.

1. Stokowski R, Wang E, White K, Batey A, Jacobsson B, Brar H, Balanarasimha M, Hollemon D, Sparks A, Nicolaides K, Musci TJ.: Clinical performance of non-invasive prenatal testing (NIPT) using targeted cell-free DNA analysis in maternal plasma with microarrays or next generation sequencing (NGS) is consistent across multiple controlled clinical studies. Prenat Diagn. 2015 Sep 1

Nur ein geringer Prozentsatz der Proben ist im ersten Ansatz nicht analysierbar. Der Harmony® Test zeichnet sich damit durch eine besonders hohe Erfolgsrate aus.

Die Wahrscheinlichkeit, ob ein Harmony® Test erfolgreich durchführbar ist oder nicht, hängt maßgeblich davon ab, wieviel zellfreie fetale DNA (cffDNA) sich im Blut der Mutter befindet. Der Anteil der cffDNA ist sowohl abhängig von der Schwangerschaftswoche (je früher, desto weniger cffDNA) als auch vom Gewicht der Mutter (je höher, desto weniger cffDNA).

Ergebnisübermittlung in durchschnittlich 3 Arbeitstagen – ohne Aufpreis

Das einzigartige Testdesign des Harmony® Tests ermöglicht eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer von drei Arbeitstagen, vom Probeneingang bis zum Befundversand. Ermöglicht wird dies durch den Einsatz der Microarray-Technologie, welche die zeitaufwändige Sequenzierung ersetzt. Gleichzeitig ist die Microarray-Technologie der Sequenzierung bezüglich der Genauigkeit in dieser Anwendung überlegen.

Das Zentrum für Humangenetik Tübingen vereint ein Team von hochqualifizierten Medizinerinnen und Medizinern sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern, darunter auch Fachärztinnen und Fachärzte für Humangenetik.

Unser Team steht Ihnen bei allen Fragen zur Pränataldiagnostik, zu NIPT und zur Interpretation des Harmony® Tests zur Verfügung.

Der Harmony® Test ermöglicht es, numerische Chromosomenstörungen des ungeborenen Kindes über die Blutabnahme der Mutter und damit ohne Fehlgeburtsrisiko (im Gegensatz zu invasiven Methoden) zu detektieren. Dabei ist die Aussagekraft des Harmony® Tests, insbesondere für die Trisomie 21, um ein Vielfaches höher als beim Ersttrimester-Screening.

Dem Harmony® Test sind jedoch Grenzen in der Detektion von Mosaiken oder strukturellen Chromosomenveränderungen gesetzt. Mit dem Harmony® Test können außerdem keine organischen Störungen oder andere Erkrankungen des ungeborenen Kindes nachgewiesen werden. Viele dieser Erkrankungen können z. B. mittels eines genauen Ultraschalls, häufig schon ab der 12./13. Schwangerschaftswoche, erkannt werden. Daher kann ein genetischer Test wie der Harmony® Test eine gründliche Ultraschalluntersuchung keinesfalls ersetzen.

Die nachfolgende Tabelle vergleicht die möglichen vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden:

Die Gabe von Heparin beeinflusst den GC-Gehalt einer Blutprobe. Das verwendete Assay-Design des Harmony® Tests mit Vorselektion der zu analysierenden Genbereiche (DANSR) ist unabhängig von dem GC-Gehalt in der Probe während andere pränatale Screeningtests, welche keine Vorselektion vornehmen, sondern nach der Zufalls-Sequenzierung arbeiten, unter Heparintherapie durch die erhöhte GC-Bias in der Auswertung gestört sind.

Weitere Informationen zum Prozessablauf:

Vor der Testdurchführung ist es notwendig, dass Sie umfassend genetisch beraten und über die Möglichkeiten, die Aussagekraft und Grenzen der Untersuchung von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt informiert wurden und diese verstanden haben. Zudem sollte ein Ultraschall durchgeführt worden sein, um das Schwangerschaftsalter zu bestimmen und um zu überprüfen, ob es sich um eine Einlings- oder Zwillingsschwangerschaft handelt.

Nach dem vollständigen Ausfüllen des Anforderungsscheins nimmt Ihnen Ihre Ärztin, bzw. Ihr Arzt, zwei Probenröhrchen mit je 8,5 ml Blut ab und übermittelt uns diese zusammen mit dem Anforderungsschein.

Die gesamte Analyse benötigt, vom Tag des Probeneingangs gerechnet, nur durchschnittlich 3 Arbeitstage. Das Befundergebnis wird nach Fertigstellung des Harmony® Tests an die einsendende Ärztin oder den einsendenden Arzt übermittelt und Ihnen im Rahmen einer genetischen Beratung mitgeteilt.

Nach erfolgreicher Durchführung des Harmony® Tests und Befundübermittlung an Ihre Ärztin, bzw. Ihren Arzt, werden die Kosten per SEPA-Lastschriftverfahren von Ihrem Konto abgebucht oder per Kreditkarte eingezogen.

Wünscht Ihre Patientin den Harmony® Test, kann dieser ab der Schwangerschaftswoche 10+0 (p.m.) durchgeführt werden. Zuvor sollte ein Ultraschall erfolgen, um das Schwangerschaftsalter zu bestimmen und um zu überprüfen, ob es sich um eine Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft handelt. Für die Durchführung des Harmony® Tests ist eine ausführliche und ergebnisoffene Beratung der Patientin nach dem deutschen Gendiagnostik-Gesetz die Voraussetzung. Im Anschluss werden für den Test 2 x 9 ml venöses Blut in einem Spezialröhrchen abgenommen und mit dem vollständigen ausgefüllten Anforderungsscheins per Post versendet.

Die zellfreie fetale DNA ist in den Spezialröhrchen etwa 7 Tage stabil. Es werden nur Proben akzeptiert, die nicht älter als 7 Tage sind. Daher sollte der Transport so schnell wie möglich erfolgen. Die Probe sollte zu keinem Zeitpunkt gekühlt oder eingefroren werden, da es sonst zur Hämolyse kommt und der Test nicht auswertbar ist.

Die Befundübermittlung erfolgt nach Eingang der Blutprobe in durchschnittlich 3 Werktagen. Der Befundbericht wird dabei unmittelbar nach Fertigstellung an Sie versendet.

Weitere Informationen zu chromosomalen Störungen:

Der Harmony® Test ist ein sehr zuverlässiger Test für die vorgeburtliche (pränatale) Erkennung einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) und anderer numerischer Chromosomenstörungen (Trisomie 18, Trisomie 13). Mit dem Harmony® Test können auch das kindliche Geschlecht sowie Störungen der Geschlechtschromosomen (X, Y) erkannt werden.

Der Mensch besitzt 23 Chromosomenpaare, bei denen es sich um DNA-Stränge und Eiweiße handelt, die Erbinformationen enthalten. Eine Trisomie ist eine Chromosomenstörung, die darin besteht, dass ein bestimmtes Chromosom dreifach statt – wie normalerweise – zweifach vorliegt.

Die Trisomie 21 ist auf eine zusätzliche Kopie des Chromosoms 21 zurückzuführen und ist die häufigste Chromosomenstörung des Menschen. Eine Trisomie 21 führt zum sogenannten „Down-Syndrom”, das mit einer meist mäßigen geistigen Behinderung verbunden ist und zudem andere Erkrankungen wie angeborene Herzfehler verursachen kann. Eine Trisomie 21 kommt bei etwa 1 von 500 Schwangerschaften vor. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens hängt stark vom Alter der Mutter ab. So beträgt das Risiko für eine Trisomie 21 bei einer 20-jährigen Schwangeren ca. 1:1050, während dieses Risiko bei einer 40-jährigen Schwangeren bei etwa 1:100 liegt (Werte gegen Ende des ersten Drittels der Schwangerschaft).

Die Trisomie 18 verursacht das „Edwards-Syndrom” und ist mit einer hohen Fehlgeburtsrate verbunden. Kinder, die mit dem Edwards-Syndrom geboren werden, sind typischerweise schwer behindert und leiden meist an mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Sie haben in der Regel eine Lebenserwartung von nur wenigen Monaten. Nach Schätzungen kommt das Edwards-Syndrom bei etwa 1 von 5.000 Neugeborenen vor1. Das Risiko für eine Trisomie 18 ist ebenfalls stark vom Alter der Mutter abhängig.

Eine Trisomie 13 verursacht das „Pätau-Syndrom“, das ebenfalls mit einer hohen Fehlgeburtsrate verbunden ist. Kinder, die mit Trisomie 13 geboren werden, leiden in der Regel an schweren angeborenen Herzfehlern und anderen Erkrankungen. Sie überleben nur selten das erste Lebensjahr. Nach Schätzungen kommt eine Trisomie 13 im Durchschnitt bei etwa 1 von 16.000 Neugeborenen vor2, wobei ein höheres Alter der Mutter das Risiko für das Auftreten dieser Trisomie erhöht.

1. U.S. National Library of Medicine. Genetics Home Reference. Trisomy 18.
2. U.S. National Library of Medicine. Genetics Home Reference. Trisomy 13.

Die beiden Geschlechtschromosomen (X und Y) bestimmen, ob wir männlich oder weiblich sind. X/Y-chromosomale Erkrankungen entstehen, wenn eine fehlende, zusätzliche oder unvollständige Kopie eines Geschlechtschromosoms auftritt.

  • Chromosomal gesunde Frauen haben den Chromosomensatz 46,XX, also 46 Chromosomen, davon zwei X-Chromosomen.
  • Chromosomal gesunde Männer haben den Chromosomensatz 46,XY, also 46 Chromosomen, davon ein X- und ein Y-Chromosom.

Die häufigsten Störungen der X/Y-Chromosomen sind:

Chromosomenstörung
Chromosomenstörung
Häufigkeit (ca.)
Klinefelter-Syndrom 47,XXY 1:800
Ullrich-Turner-Syndrom 45,X0 1:2500
Triple-X-Syndrom 47,XXY 1:900
XYY-Trisomie 47,XYY 1:1000

Der klinische Ausprägungsgrad dieser Erkrankungen ist in der Regel gering, das heißt, die meisten Betroffenen leiden, wenn überhaupt, unter leichten physischen oder Verhaltensbeeinträchtigungen1, 2, 3. Frauen mit Ullrich-Turner-Syndrom sind im Durchschnitt jedoch relativ klein, auch kommt es im Verlauf der Schwangerschaft bei dieser Chromosomenstörung des Kindes häufig zu Fehlgeburten. Während Frauen mit Ullrich-Turner-Syndrom (Monosomie X) sowie Männer mit Klinefelter-Syndrom in der Regel unfruchtbar sind, ist die Fruchtbarkeit von Frauen mit Triple-X-Syndrom und Männern mit 47,XYY meist nicht eingeschränkt.

Mit dem Harmony® Test kann das Risiko für die oben genannten Störungen („X/Y-Analyse“) ermittelt werden.

Durch eine Optimierung der Auswahl der im Rahmen der Geschlechtschromosomen untersuchten Sequenzen konnte die Falsch-Positiv-Rate des Harmony® Tests für X/Y-chromosomale Störungen seit Oktober 2015 deutlich gesenkt werden.

1. U.S. National Library of Medicine. Genetics Home Reference. Klinefelter-Syndrome.
2. U.S. National Library of Medicine. Genetics Home Reference. Turner-Syndrome.
3. Jones, K. L., & Smith, D. W. (1997). Smith’s recognizable patterns of human malformation. Philadelphia: Saunders.

Das macht uns besonders

Blaues Icon mit einem DNA-Strang, der die Basenpaare und Wasserstoffbrückenbindungen enthält

Hauseigenes Exom-Design

Blaues Icon mit einem Bildschirm auf dem die Bioinformatische Auswertung der Gendiagnostik zeigt

Leistungsstarke Bioinformatik

Blaues Icon mit einer Glühbirne, in der sich ein Gehirn befindet

Langjährige Erfahrung

Blaues Icon mit zwei Sprechblasen, die die umfassende Beratung am Zentrum für Humangenetik darstellen

Umfassende Beratung

Downloads

Weitere Informationen zum Harmony® Test für werdende Eltern

Der Harmony® Test kann bei allen Einlings- oder Zwillingsschwangerschaften durchgeführt werden, unabhängig davon, ob diese durch In-vitro-Befruchtung (IVF), oder nach Eizellspende, entstanden sind.

Die unten stehende Tabelle gibt eine Übersicht, welche Testoption des Harmony® Tests derzeit bei welcher Schwangerschaft möglich ist.

Einling Zwilling > als 2 Feten Vanishing Twin
Harmony® Test für T21  ✓
Harmony® Test für T21/T18/T13    ✓
Harmony® Test für T21/T18/T13 + X/Y-Analyse  
Geschlechtsbestimmung    

Auf Basis des Befundes werden Sie von Ihrer Ärztin, bzw. Ihrem Arzt, ausführlich genetisch beraten. Im Falle eines positiven (also auffälligen) Ergebnisses muss dieses weiterhin durch eine Fruchtwasserpunktion oder Chorionzottenbiopsie mit anschließender Chromosomenanalyse abgeklärt werden, sofern aus dem Ergebnis Konsequenzen im Sinne einer Beendigung der Schwangerschaft abgeleitet werden sollen.

Das Geschlecht Ihres Kindes darf Ihnen gemäß Gendiagnostik-Gesetz erst mit Erreichen der SSW 14+0 (p.m.) mitgeteilt werden. Sofern Sie über das Geschlecht informiert werden möchten und sich vor SSW 14+0 befinden, übermitteln wir zunächst nur einen Teilbefund ohne fetales Geschlecht. Mit Erreichen der SSW 14+0 berichten wir das fetale Geschlecht automatisch nach.

Unser Team, bestehend aus Ärztinnen und Ärzten sowie Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern, steht Ihnen bei allen Fragen zur Pränataldiagnostik, zu NIPT und zur Interpretation des Harmony® Tests zur Verfügung.

Für eine ausreichend sichere Identifizierung einer Chromosomenstörung des Ungeborenen muss der Anteil an zellfreier fetaler (kindlicher) DNA (cffDNA) („Fetal Fraction“) im mütterlichen Blut mindestens 4 % betragen.

Selten kann es vorkommen, dass der Gehalt kindlicher DNA (cffDNA) im mütterlichen Blut zu niedrig ist und daher kein Ergebnis ermittelt werden kann. Gegebenenfalls ist die erneute Einsendung einer neuen Blutprobe zu einem etwas späteren Zeitpunkt, nach etwa 2 Wochen, sinnvoll, da der Gehalt an fetaler (kindlicher) DNA im mütterlichen Blut mit zunehmender Schwangerschaftsdauer zunimmt. Weiterhin gibt es einen Zusammenhang zwischen dem mütterlichen Gewicht und der „Fetal Fraction“: Je höher das mütterliche Gewicht, desto niedriger ist im Durchschnitt der Anteil an fetaler DNA im mütterlichen Blut.

Weitere Gründe für ein Fehlschlagen des Tests sind beispielsweise das Vorliegen einer Eizellspende, über die das Zentrum für Humangenetik Tübingen nicht informiert wurde, der Zustand nach Verlust eines Kindes bei vorheriger Zwillingsanlage („Vanishing-Twin-Situation“) sowie bislang nicht bekannte, fast immer harmlose, chromosomale Störungen bei der Mutter.

Ihnen entstehen durch einen nicht auswertbaren Harmony® Test von Seiten des Zentrums für Humangenetik Tübingen keine Kosten.

Der Harmony® Test bietet die Möglichkeit das voraussichtliche fetale Geschlecht mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (Genauigkeit fetales Geschlecht 786/787) zu ermitteln. Die optionale Geschlechtsbestimmung erfolgt durch die Erkennung von Sequenzen des Y-Chromosoms. Sind diese im mütterlichen Blut nachweisbar, ist der Fetus mit hoher Wahrscheinlichkeit männlich (bei Zwillingen bedeutet das, dass mindestens ein Fetus männlich ist).

Der Harmony® Test bewertet sowohl das Risiko der Trisomie 21, 18 und 13 als auch – wenn mit beauftragt – das Risiko von numerischen Veränderungen der Geschlechtschromosomen X und Y.

Das Ergebnis selbst kann entweder unauffällig, d.h. negativ oder auffällig, d.h. positiv ausfallen.

Ist das Ergebnis unauffällig, können mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit die getesteten Krankheiten bei dem ungeborenen Kind ausgeschlossen werden. Eine Ausnahme kann die Trisomie 13 darstellen, da diese im mütterlichen Blut nur zu 93,8 % erkannt wird. Jedoch ist die Tresomie 13 gut mit einem Ultraschall erkennbar.

Ist das Ergebnis auffällig, bedeutet dies, dass das ungeborene Kind, mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit, einer der getesteten Krankheiten besitzt. Um das Ergebnis zu validieren, muss hierzu eine zweite diagnostischen, invasiven Methode zur Testung herangezogen werden, z.B. Fruchtwasserpunktion.
Durch Ihren beratenden Arzt erhalten Sie im Anschluss eine umfassende Beratung über die gesundheitlichen Folgen sowie weitere Beratungsstellen.

Informationen über die Kosten sowie Möglichkeiten zur Kostenerstattung folgen in Kürze.

Weitere Informationen zum Harmony® Test für Ärztinnen und Ärzte

Der Harmony® Test kann auch bei allen Schwangerschaften durchgeführt werden, die durch In-vitro-Befruchtung (IVF) entstanden sind, unabhängig davon, ob eine Eizellspende vorliegt oder nicht. Auch bei Zwillingsschwangerschaften ist der Harmony® Test anwendbar.

Eine aktuelle Metaanalyse von Gil et al. aus der Arbeitsgruppe von Prof. Nicolaides kommt zu dem Ergebnis, dass die Erkennungs- und Falsch-Positiv-Raten mittels cfDNA-Analyse für die Trisomie 21 bei Gemini ähnlich gut sind wie bei Einlingsschwangerschaften. Gil und Kollegen sind der Ansicht, dass die Leistungsfähigkeit der cfDNA-Verfahren für die Erkennung einer fetalen Trisomie 21 auch bei Gemini-Schwangerschaften in jedem Fall besser ist als diejenige des Ersttrimester-Screenings. Die Metaanalyse von Gil et al. basierte auf vier eigenen Studien der Nicolaides-Gruppe mit dem Harmony® Test und sieben Publikationen mit einem MPSS*-Verfahren. Die Erkennungs- und Falsch-Positiv-Raten für NIPT bei Gemini-Schwangerschaften sind1:

Trisomie Erkennungsrate Falsch-Positiv-Rate Anzahl Trisomie-Fälle Anzahl euploide Gemini-Schwangerschaften
21 98,2 % 0,05 % 56 3718
18 88,9 % 0,03 % 18 3143
13 2 von 3 0,19 % 3 2569

Eine Aussage über geschlechtschromosomale Störungen („X/Y-Analyse“) wie z. B. Turner- oder Klinefelter-Syndrom ist bei Zwillingen derzeit nicht möglich. Die unten stehende Tabelle gibt eine Übersicht, welche Variante des Harmony® Tests derzeit bei welcher Schwangerschaft möglich ist.

Einling Zwilling > als 2 Feten Vanishing Twin
Harmony® Test für T21  ✓
Harmony® Test für T21/T18/T13    ✓
Harmony® Test für T21/T18/T13 + X/Y-Analyse  
Geschlechtsbestimmung    

Voraussetzung für die Durchführung des Harmony® Tests ist eine ausführliche und ergebnisoffene Beratung der Patientin nach dem deutschen Gendiagnostik-Gesetz. Entscheidet sich die Patientin für den Test, werden ihr 2 x 9 ml venöses Blut in einem Spezialröhrchen abgenommen. Nach dem vollständigen Ausfüllen des Anforderungsscheins werden die beiden Blutröhrchen, wie in der dem Abnahmekit beiliegenden Anleitung beschrieben, verpackt und mittels beiliegender Versandtasche postalisch an uns übermittelt.

Die zellfreie fetale DNA ist in den Spezialröhrchen etwa 7 Tage stabil. Es werden nur Proben akzeptiert, die nicht älter als 7 Tage sind. Daher sollte der Transport so schnell wie möglich erfolgen.

Bitte beachten Sie: Die Probe sollte zu keinem Zeitpunkt gekühlt oder eingefroren werden, da es sonst zur Hämolyse kommt und der Test nicht auswertbar ist.

Die Auswertung des Tests erfolgt mit einer CE-zertifizierten Software.

Die Bearbeitungsdauer vom Eingang der Probe bis zum Versand des Befundes beträgt durchschnittlich 3 Arbeitstage. Die Ergebnisse liegen Ihnen deshalb in aller Regel am 5. Arbeitstag nach der Blutabnahme vor.

Falls bei der Untersuchung das fetale Geschlecht ermittelt wurde, darf dieses der Patientin nach dem Gendiagnostik-Gesetz erst nach der 12. SSW (post conceptionem, entspricht SSW 14+0 nach letzter Regel) mitgeteilt werden. Falls sich die Patientin bei Befundfertigstellung noch nicht in SSW 14+0 befindet, erhalten Sie einen Teilbefund, in dem das fetale Geschlecht noch nicht übermittelt wird. Mit Erreichen der SSW 14+0 berichten wir das fetale Geschlecht automatisch nach.

1. Gil MM, Galeva S, Jani J, Konstantinidou L, Akolekar R, Plana MN, Nicolaides KH.Screening for trisomies by cfDNA testing of maternal blood in twin pregnancy: update of The Fetal Medicine Foundation results and meta-analysis.Ultrasound Obstet Gynecol. 2019 Jun;53(6):734-742. doi: 10.1002/uog.20284. Epub 2019 Jun 4.8.

In unserem Labor durchläuft jede Probe einen mehrstufigen Qualitätskontroll-Prozess.

Die erste Qualitätskontrolle erfolgt direkt bei Eingang der Probe. Wir prüfen, ob die Haltbarkeit, die Transportdauer, die Angaben auf dem Anforderungsformular sowie die Menge und Konsistenz der Probe den vorgegebenen Qualitätsansprüchen genügen.

Während der Bearbeitung im Labor muss jede Analyse eine Vielzahl von Qualitätskontrollkriterien bestehen. Diese sind in der untenstehenden Übersicht aufgeführt:

Nur, wenn alle Parameter einen Mindestwert erreichen, wird ein Analyseergebnis ausgegeben. Darauf folgt die dritte Stufe der Ergebnisfreigabe – die medizinische Validierung. Jeder Befund wird von einem Team, bestehend aus qualifizierten Ärztinnen und Ärzten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, geprüft und freigegeben.

In einigen wenigen Fällen kann es vorkommen, dass der Anteil der kindlichen DNA (cffDNA) im Blut relativ niedrig ist und daher kein Ergebnis ermittelt werden kann. In diesen Fällen wird der Test zunächst automatisch wiederholt. Sollte auch bei der Testwiederholung kein eindeutiges Ergebnis ermitteln werden, wird der Befund als „nicht auswertbar“ übermittelt und die Laboranalytik nicht in Rechnung gestellt. Gegebenenfalls ist die Einsendung einer neuen Blutprobe zu einem etwas späteren Zeitpunkt sinnvoll, da der Gehalt an fetaler (kindlicher) DNA (Fetal Fraction) im mütterlichen Blut mit zunehmender Schwangerschaftsdauer zunimmt.

Abbildung 1: Abhängigkeit der „Fetal Fraction“ von der Schwangerschaftswoche (SSW) (modifiziert nach 2)

Andere Gründe für ein Fehlschlagen des Tests sind z. B. das Vorliegen einer Eizellspende, eine Vanishing-Twin-Situation, bislang nicht bekannte chromosomale Störungen bei der Mutter und andere.

Kits mit den CE-markierten Röhrchen für die Blutentnahme und das Transportmaterial können Sie kostenlos auf folgenden Wegen bestellen:

  • mit unserem Kontaktformular auf der Homepage
  • per Fax: 07071 565 44 23
  • per Telefon 07071 565 44 430

Das Anforderungsformular zum Ausfüllen durch die Patientin liegt dem Abnahmekit bei. Natürlich finden Sie dieses auch auf unserer Website zum Herunterladen.

2:Wang E1, Batey A, Struble C, Musci T, Song K, Oliphant A. Gestational age and maternal weight effects on fetal cell-free DNA in maternal plasma. Prenat Diagn. 2013 Jul;33(7):662-6. doi: 10.1002/pd.4119. Epub 2013 May 9.

Die Wahrscheinlichkeit, mit der sich ein im Harmony® Test auffälliges Ergebnis bestätigt, hängt von zwei Faktoren ab:

  • Falsch-Positiv-Rate des Tests für diese Chromosomenstörung
  • Häufigkeit des Auftretens dieser Chromosomenstörung im zugrundeliegenden Kollektiv

Der Harmony® Test weist eine im Vergleich zu anderen NIPT-Verfahren sehr niedrige Falsch-Positiv-Rate auf. So beträgt z. B. die Falsch-Positiv-Rate für die Trisomie 21 ca. 1:2500 (0,04 %, Daten der Stokowski-Studie1). Die Falsch-Positiv-Raten für die Trisomien 13 und 18 sind noch geringer (Trisomie 18: 0,01 %, Trisomie 13: 0,02 %).

Basierend auf der sehr niedrigen Falsch-Positiv-Rate hat der Harmony® Test einen besonders hohen positiven Vorhersagewert (PPV). Der PPV spiegelt dabei die Rate der positiven Testergebnisse wider, die sich mittels Chromosomenanalyse bestätigen.

Zum Vergleich: Beim Ersttrimester-Screening beträgt der PPV nur ca. 5 – 7 %. Das heißt, nur 1 von 18 auffälligen Ergebnissen wird durch eine invasive Diagnostik bestätigt, in 17 von 18 Fällen führt das Ersttrimester-Screening zu einem unnötigen invasiven Eingriff, welcher mit einem Fehlgeburtsrisiko verbunden ist.

Eine typische Ursache für ein falsch-positives Ergebnis bei einem NIPT ist z. B. eine Diskordanz zwischen den Zellen der Plazenta und des Kindes. Da die zellfreie fetale DNA aus der Plazenta stammt, spiegelt der Harmony® Test grundsätzlich die genetische Situation in der Plazenta wider. In einigen Fällen weicht jedoch der genetische Typ des ungeborenen Kindes von demjenigen der Plazenta ab. So ist es beispielsweise möglich, dass Teile der Zellen in der Plazenta eine Trisomie aufweisen, andere nicht (Mosaik). In diesen Fällen kann es passieren, dass im Harmony® Test ein hohes Risiko für eine Trisomie ausgewiesen wird, obwohl das Kind chromosomal gesund ist.

Eine andere Ursache für ein falsch-positives Ergebnis ist z. B. ein abgestorbener Fetus einer zuvor angelegten Zwillingsschwangerschaft. Litt der abgestorbene Fetus unter einer Chromosomenstörung, kann dies zu einem scheinbar falsch-positiven Ergebnis beim Harmony® Test führen, da das plazentare Material des abgestorbenen Kindes noch einige Zeit persistiert und zellfreie DNA in das mütterliche Blut abgegeben werden kann.

Die Raten für falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse liegen beim Harmony® Test niedriger als bei anderen nicht-invasiven Tests, die auf dem Nachweis freier fetaler DNA im mütterlichen Blut beruhen.

Durch eine Optimierung der Auswahl der im Rahmen der Geschlechtschromosomen untersuchten Sequenzen konnte die Falsch-Positiv-Rate des Harmony® Tests für X/Y-chromosomale Störungen seit Oktober 2015 deutlich gesenkt werden.
Neben den bereits im Kapitel „Mögliche Ursachen falsch-positiver Ergebnisse bei NIPT“ erwähnten Ursachen können falsch-positive Ergebnisse für X/Y-chromosomale Störungen z. B. auch durch das Vorliegen einer X(Y)-chromosomalen Chromosomenstörung bzw. eines entsprechenden Mosaiks bei der Mutter bedingt sein.

Ursache für falsch-positive Ergebnisse für die Monosomie X (45,X0) kann ein altersbedingter Verlust des zweiten X-Chromosoms in den eigenen Zellen der Mutter (X-chromosomal loss, XCL) sein:
Nach Russell LM et al.2 beträgt der Anteil der Zellen mit XCL bei einer 40-jährigen Frau im Mittel ca. 2 %. Ist gleichzeitig der Anteil fetaler DNA an der freien DNA im mütterlichen Blut (Fetal Fraction) relativ niedrig (z. B. 4 %), entsteht für den Harmony® Test ein Bild wie bei einer fetalen Monosomie X, da hierbei 50 % der X-chromosomalen Information des Fetus fehlen. Gerade bei niedrigem Anteil fetaler DNA im mütterlichen Blut und höherem Alter der Mutter besteht somit ein gewisses Risiko eines falsch-positiven Befundes für eine fetale Monosomie X.

2. Russell LM1, Strike P, Browne CE, Jacobs PA.: X chromosome loss and ageing. Cytogenet Genome Res. 2007;116(3):181-5.

Seit 2011 muss vor jedem nicht-invasiven pränatalen Test (NIPT) oder sonstigem pränatalen Screening auf kindliche Chromosomenstörungen (z.B. ETS) gemäß dem deutschen Gendiagnostik-Gesetz eine genetische Beratung entweder durch eine Fachärztin, bzw. einen Facharzt für Humangenetik, oder durch eine Fachärztin, bzw. einen Facharzt, mit der Zusatzqualifikation „fachgebundene genetische Beratung im Kontext vorgeburtlicher genetischer Analysen“ erfolgen (Richtlinie Genetische Beratung, Abschnitt VII.3.4.). Die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung im Kontext vorgeburtlicher Risikoabklärung ist für NIPT nicht ausreichend (GEKO Mitteilung 8).

Seit dem 11. Juli 2016 gelten folgende Regelungen:

    • Für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt, bzw. Fachärzte die noch keine 5 Berufsjahre als Facharzt tätig sind und die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung noch nicht erworben haben, gilt: Um diese Qualifikation zu erlangen, wird künftig eine Fortbildung mit 72 Fortbildungseinheiten inkl. einer praktisch-kommunikativen Qualifizierungsmaßnahme und anschließender Lernerfolgskontrolle benötigt.
    • Ärztinnen und Ärzte, die bereits länger als 5 Berufsjahre als Facharzt tätig sind und die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung noch nicht besitzen, können den theoretischen Teil der Qualifikation auch nach dem 10. Juli 2016, durch einen direkten Zugang zur Lernerfolgskontrolle erlangen, ohne den Besuch der Fortbildung mit 72 Fortbildungseinheiten. Der praktische Teil der Qualifikation muss jedoch absolviert werden. Dieser kann aber auch durch den Nachweis des Erwerbs der psychosomatischen Grundversorgung oder äquivalenter Weiterbildungs- und Fortbildungsinhalte abgegolten sein.

Bei der genetischen Beratung müssen die Richtlinien des § 10 des Gendiagnostik-Gesetzes eingehalten werden. Dabei sind auch die Regelung der genetischen Beratung nach § 2a Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG) zu beachten, und die Schwangere ist gegebenenfalls auf ihren Anspruch auf psychosoziale Beratung hinzuweisen. Auf Wunsch sollte der Schwangeren ein Kontakt zu einer Beratungsstelle nach § 3 des SchKG vermittelt werden.

Gemäß dem deutschen Gendiagnostik-Gesetz bleibt die verantwortliche ärztliche Person während der gesamten Durchführungsphase des Harmony® Tests Hauptansprechpartner der schwangeren Frau. Ebenso erfolgt die Befundübermittlung nur an Sie als verantwortliche ärztliche Person.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Landesärztekammer. 

Das Zentrum für Humangenetik Tübingen haftet für etwaige von ihm zu verantwortende Fehler im Zusammenhang mit der Durchführung des Harmony® Tests. Das Zentrum für Humangenetik Tübingen haftet selbstverständlich nicht für Fehler, welche in der einsendenden Arztpraxis, z. B. im Rahmen der Blutentnahme oder Beratung entstanden sind.

Gendiagnostikgesetz –GenDG
Schwangerschaftskonfliktgesetz – SchKG
Embryonenschutzgesetz – ESchG
Richtlinie der Gendiagnostik-Kommission(GEKO)über die Anforderungen an die Qualifikation zur und Inhalte der genetischen Beratung gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 2a und § 23 Abs. 2 Nr. 3 GenDG

Praxis finden

Wir teilen Ihnen gerne mit welche Praxis in Deutschland in Ihrer Nähe den Harmony® Test anbietet. Senden Sie uns bitte dazu eine Nachricht mit der Angabe Ihrer Postleitzahl.

Datenschutz *

Schreiben Sie uns

Wir helfen Ihnen gerne weiter.